The Limits of Control (R: Jim Jarmusch, USA 2009) / ©universumfilm
The Limits of Control (R: Jim Jarmusch, USA 2009) / ©universumfilm

The Limits Of Control (USA 2009)


Jim Jarmuschs Figuren sind ewig Reisende, winzige Moleküle im kinomatographischen Universum voller überbohrenden Referenzen. Koordinaten von Dauer und Frequenz scheinen keiner Kontrolle zu unterliegen, die Grenzen werden gesprengt von der Imagination des Subjekts. Wie unser Held die Festung des Bösewichts infiltriert? Er hat es sich vorgestellt. Vorstellbar ist bei Jarmusch alles, Hauptsache es ist eine Alternative zur Realität, auch wenn die am Ende nur eine Handvoll Staub ist. Das führt zwangsläufig zu den wildesten Träume. Das Isaac De Bankolé in Wirklichkeit ein auf links gekrempelter, schwarzer James Bond ist zum Beispiel. Ein schweigsamer Killer, zwei Espresso statt geschüttelter Martini, MacGuffin-Aufträge in Streichhölzerschachteln. Die absolute Askese spürt das tote, ungeliebte Bond-Girl, welches irgendwie gerächt werden muss. Das Ganze versteht auch der Bösewicht trotz üblicher Klage nicht, doch sterben muss er. So sind die Regeln. Hauptsache wir verstehen es. Subjektiv.



von Lucas Curstädt