Mission: Impossible – Rogue Nation (R: Christopher McQuarrie USA/CH/HK 2015) ©paramount
Mission: Impossible – Rogue Nation (R: Christopher McQuarrie USA/CH/HK 2015) ©paramount

Mission: Impossible - Rogue Nation (USA/CH/HK 2015)


Entgegen aller Aussagen, Ethan Hunt sei ein Gambler, der um sein Leben und das seiner Freunde zockt, ist Tom Cruises Paraderolle des Geheimagenten die sicherste Bank im Filmgeschäft. Nichts könnte den Tod auf der Leinwand herbeiführen, nicht einmal eine zu hohe Gehaltsforderung des Superstars. Was im Genre des Agentenfilms im Allgemeinen keine dramaturgische Besonderheit darstellt, ist in diesem Franchise aber von besonderer Relevanz, weil durch die schiere Menge an Rettungen in letzter Sekunde Griffiths eigentlich so cleverer Spannungsmoment ad absurdum geführt wird. Warum schaut man sich MISSION: IMPOSSIBLE eigentlich noch an, wenn alles aus dem Ärmel geschüttelt wirkt? Genau diese Frage stellt auch Ilse Faust Ethan Hunt und bietet ihm den perfekten Ausweg von all den Bösewichten an: einfach aufhören, ein ruhiges Leben führen, den Sisyphus-Kampf sein lassen. Als hätten die Drehbuchautoren einen Hilfeschrei in das Skript eingebaut, welchen Produzent Tom Cruise tom-cruise-lächelnd ablehnen wird. Denn ein Gambler braucht schließlich neues Geld.



von Lucas Curstädt