The Light Between Oceans (R: Derek Cianfrance , GB/NZ/USA 2016) ©constantin
The Light Between Oceans (R: Derek Cianfrance , GB/NZ/USA 2016) ©constantin

The Light Between Oceans (GB/NZ/USA 2016)


Zuerst konzentriert sich alles auf den Ort, an dem alles passieren wird: Die isolierte Insel, auf der niemand lebt oder leben möchte. Ein mythischer, mächtiger Ort wird evoziert. Eine Naturgewalt, die ihren unterlegenen Bewohner brechen, verändern, möglicherweise sogar in den Wahnsinn treiben kann, so wird  davon berichtet. Dann zieht Tom als neuer Leuchtturmwärter dorthin, kurze Zeit später heiratet er und nimmt seine Frau mit. Und plötzlich ist der Ort bedeutungslos geworden – die Fehler, die das Paar daraufhin begehen wird, die das Drama unaufhaltsam in Gang setzen, sie haben nichts mit der Insel zu tun. Sie sind grausam simpler, menschlicher Natur und insofern stark und ergreifend. Doch dazwischen zeigt uns Cianfrance immer wieder Postkarten, die versuchen die Natur, das Meer, das wehende Gras zum Teilhaber des Geschehens zu machen, doch stattdessen nur störend vom Wesentlichen ablenken. Die Ozeane und das Licht dazwischen sind egal, das menschliche Drama ist Cianfrances Leistung. Doch er selbst schaut immer wieder davon weg.



von Roman Paul Widera