Maggie’s Plan (R: Rebecca Miller, USA 2015) ©mfa+
Maggie’s Plan (R: Rebecca Miller, USA 2015) ©mfa+

Maggie's Plan (USA 2015)


Dem alljährigen Woody Allen-Film schließt sich der alljährige Greta-Gerwig-in-New-York-Film an. Selbst 2016 schaffen es die prominenten Gesichter des amerikanischen Independent-Filmes nach wie vor, die Stadt heimelig, verträumt, manchmal fast provinziell darzustellen. Da spazieren die Figuren in rustikalen, grobgestrickten Pullundern durch den vereisten Central Park, treffen sich in ihren geräumigen Lofts und Appartements und die Columbia University scheint ständigen Personalmangel zu haben, so viele junge Intellektuelle hat sie schon eingestellt, seit New York das Epizentrum des Independent-Kinos geworden ist. In diesem Traum einer Stadt, der schon nicht wahr war, als Annie und Alvy ihn durchstreiften, vollzieht sich eine Geschichte, die uns dieses Kino über Jahre gelehrt hat; Menschen sind unzufrieden in ihren Beziehungen, verändern die Umstände, um am Ende doch wieder zum Ursprungszustand zurückzukehren, an dem nur eine kleine Schraube gedreht wurde. Doch dem Charme dieses Kinos und seiner Protagonisten vermag man sich auch hier nicht zu entziehen.



von Roman Paul Widera