Justice League (R: vollkommen scheißegal, USA 2017) ©warner
Justice League (R: vollkommen scheißegal, USA 2017) ©warner

Justice League (USA 2017)


Es schmerzen die Augen. Der ganze Körper. Fassungslosigkeit darüber, dass dieser Film nichts als Resignation versprüht. Was soll der beinharte Fan daran wahrhaftig groß finden, was er nicht schon groß fand? Was soll der Kritiker an klugen Spitzen finden, die er nicht bereits formulierte. Es gibt nichts zu echauffieren, es gibt nichts zu bejubeln, jedes Wort perlt ab an diesem Film, verpufft in absoluter Nichtigkeit. Weil diese Filme zu sehr an unsere Körper gerückt sind! Der aggressivste Tumor Hollywoods drückt auf unser cinephiles Nervensystem, paralysiert werden wir zu Somnambulen im Kino: Danach ist auf einen Schlag alles vergessen, die Tat aber begangen. Leise Erinnerungen an echte Filme. Derweil lacht Cesare laut im Hinterkopf, während uns die millionenschwere Bilderkanone zwei Stunden in Grund und Boden schießt. Irgendwer in diesem Film sagt zu oft: Die Welt ist verrückt geworden. Ein Trump-Witz, unlustig, dabei ist es doch diese ganze Comic-Hölle, welche in jener Irrenanstalt beheimatet ist, die sich einst Traumfabrik nannte. Träumen wir endlich vom Ende dieser Verirrung!



von Lucas Curstädt