Guardians of the Galaxy 2 (R: James Gunn, USA 2017) ©disney
Guardians of the Galaxy 2 (R: James Gunn, USA 2017) ©disney

Guardians Of The Galaxy 2 (USA 2017)


Vermutlich wird sich James Gunn das „more of the same“-Argument gefallen lassen müssen. Guardians Of The Galaxy Vol. 2 verfolgt den gleichen Vibe wie sein Vorgänger: Gunns Skript wurde wieder in den popkulturellen Nostalgie-Farbeimer der letzten 40 Jahre getaucht und danach gänzlich mit einer allgemeinen weirdness überzogen. Ist das die alternative Marvel-Formel? Möglicherweise, aber beim zweiten Mal, während sich der Rest des Universums langsam totläuft, bilden die Guardians nach wie vor einen angenehmen Kontrast – und können auch dieses mal noch auf eigenen Beinen stehen, statt notgedrungen ins große Ganze integriert werden zu müssen. Statt der oft beschworenen Star Wars-Hommage, verbeugt sich Gunn lieber vor den schäbigen Rip-Offs des Sternenkrieges, die im Zuge dessen Erfolges und der aufkommenden Videowelle in den 1980er Jahren den Markt überschwemmten. Offensichtlich sieht er es gerne, wenn die Sonderbaren aus der zweiten Reihe triumphieren – hiermit setzt er ihnen ein Denkmal. Allerdings muss er es neben jenes stellen, das er schon vor drei Jahren errichtete.



von Roman Paul Widera