Es (It, R: Andy Muschietti, USA/CAN 2017) ©warner
Es (It, R: Andy Muschietti, USA/CAN 2017) ©warner

Es (USA/CAN 2017)


Andy Muschiettis (erster Teil) der Neu-Adaption des King-Bestsellers ist immer dann am besten, wenn er nicht versucht, ein moderner Horrorfilm zu sein und auf die Knöpfe des Genres drückt. Zuletzt machten die vermeintlichen neuen Klassiker in erster Linie durch das konstant heftige Hämmern auf diese Knöpfe von sich reden – dagegen fällt IT zahm aus, arbeitet mit altmodischen Jump-Scares und präsentiert Tropes aus einer angestaubten Geisterbahn, anstatt sich in das Terrorkino des 21. Jahrhunderts einzureihen. Vielleicht ist das auch gut so, denn obwohl gerade jeder von 16 bis 60 in diesen Film rennt, so ist er doch deutlich für jene gemacht, die ihn (zumindest in Deutschland) im Kino überhaupt nicht sehen dürfen. IT ist ein Kinder – bzw. Jugendfilm, angereichert mit verträglichem Grusel. Deshalb bleibt zu hoffen, dass es die Kinder sind, die sich in den nächsten Jahren Zugang verschaffen (so wie sie es immer taten) und IT zu einem Film machen, dessen Diskurs nicht in Foren, Podcasts und im Feuilleton stattfindet, sondern auf dem Schulhof – dort, wo die Angst vor ihm hingehört



von Roman Paul Widera