Don't Breathe (R: Fede Alvarez, USA 2016) ©sony
Don't Breathe (R: Fede Alvarez, USA 2016) ©sony

Don't Breathe (USA 2016)


Was dem Zuschauer in der ersten halbe Stunde vorgesetzt wird, ist geradezu enttäuschend: Drei Figuren werden präsentiert und wir dürfen uns anhand des Platzes, den die jeweilige Vorgeschichte in der Exposition einnimmt, kühl errechnen, wer am Ende überleben darf. Wenn dann der Terror losgeht, und damit wartet Fede Alvarez glücklicherweise nicht allzu lange, bleibt DON’T BREATHE für die verbleibende Stunde lückenlos spannend. Und je mehr vom Haus erschlossen wird, desto unangenehmer wird dieser von außen nach innen gekrempelte home-invasion Film, der tatsächlich mehr ein Thriller als Horror ist. Warum er jetzt zum talk of the month auserkoren wurde, bleibt ungeklärt. Offensichtlich verwechseln einige die Worte innovativ und effektiv, denn letzteres ist DON’T BREATHE sehr wohl. Wer nach all dem buzz nun aber einen Paradigmenwechsel im Genre erwartet, der wird enttäuscht werden, wie auch bei den anderen unzähligen Filmen, die in den letzten zwei Jahren viel höher gepusht worden sind, als es ihnen gutgetan hat.



von Roman Paul Widera