Doctor Strange (R: Scott Derrickson, USA 2016) ©disney
Doctor Strange (R: Scott Derrickson, USA 2016) ©disney

Doctor Strange (USA 2016)


Auf die kommenden, kosmischen Entwicklungen in Marvels Film-Universum versucht uns der neueste Solofilm DOCTOR STRANGE vorzubereiten. Magie, Portale, Zeitmanipulation und Spiegelwelten vollziehen sich vor kaleidoskopischen Architekturen nach Vorbild M.C. Escher. Es muss wahnsinniger, irrealer und dimensionsumgreifend werden, wenn in ein paar Jahren all die Marvel-Welten aufeinanderprallen. Diegetische Welt wie auch Zuschauerraum müssen langsam dorthin geführt werden. Dramaturgisch beugt sich die Originstory trotzdem der eigenen Konvention. Die Marvel Filme befinden sich immer in der undankbaren Lage, ins serielle Gerüst des Studios passen zu müssen und gleichsam für sich allein stehen zu sollen. Und so ist auch DOCTOR STRANGE zwar ein durchaus angenehmer Tapetenwechsel – alles wird eben ein wenig schräger. Das Haus aber bleibt das selbe. Weder Skeptiker noch Fan brauchen beim 14. Film wohl noch eine Orientierung dazu – die Lagerbildung ist wohlmöglich unlängst abgeschlossen.



von Roman Widera