Monsters and Men (R: Reinaldo Marcus Green, USA 2018) ©exground
Monsters and Men (R: Reinaldo Marcus Green, USA 2018) ©exground

Monsters and Men (USA 2018)


Der Zeuge, der Opportunist, der Sportler und eine Staffellauf-Dramaturgie. In diesem modus operandi thematisiert Reinaldo Marcus Green in teils schwülstigen Hochglanzbildern das Racial Profiling in Brooklyn. Im Sinne Sartres Subjektphilosophie interessiert sich der Film nicht für die Vergangenheit des Ichs, sondern nur für die Zukunft aus der Perspektive der Gegenwart und stellt jede seiner Figuren vor die politische Wahl und damit vor die Freiheit. Riskiert der Zeuge die Verleumdung, äußert der Polizist Kritik aus dem Inneren des Systems? Wie verhält sich das Sporttalent zur Gegenwart, wenn ihm die Zukunft einen Ausweg bietet? Reckt er die Faust und kniet nieder oder wird er ein Star wie O.J. Simpson? In der Bebilderung der gespaltenen amerikanischen Gesellschaft formuliert der Film eine agitatorische Botschaft an die Jugend: Sei ungehorsam gegen den Staat. Und doch scheint auch dieser Film nicht an der Richtigkeit einer Textzeile von Jay-Z zu zweifeln, die da lautet: »Light nigga, dark nigga, faux nigga, real nigga, Rich nigga, poor nigga, house nigga, field nigga, Still nigga, still nigga.«



von Lucas Curstädt